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SPH Oberwart
BC Vienna hat im ersten Spiel der Playoff-Halbfinalserie der win2day Basketball Superliga ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Der Hauptstadtklub gewann auswärts beim amtierenden Meister Oberwart Gunners mit 72:97 und legte damit in der Best-of-Five-Serie vor. Vienna kontrollierte die Partie nach einem ausgeglichenen ersten Viertel nahezu durchgehend und ließ den Titelverteidiger offensiv nie wirklich ins Spiel kommen.
Die Gunners starteten zunächst etwas besser in die Partie und lagen nach zehn Minuten knapp mit 22:20 vorne. Danach änderte sich das Spiel jedoch richtungsentscheidend. Vienna erhöhte defensiv den Druck, zwang Oberwart immer wieder zu schwierigen Würfen und kam gleichzeitig offensiv deutlich besser in den Flow.
Mit zunehmender Spielzeit begann die Maschinerie der Wiener immer mehr zu laufen. Vor allem das Ballmovement funktionierte nun wesentlich flüssiger, dazu trafen die Gäste ihre Würfe mit hoher Effizienz.
Ein 27:20 im zweiten Viertel brachte die Gäste zur Pause mit fünf Punkten in Führung, ehe Vienna nach Seitenwechsel endgültig davonzog. Besonders das dritte Viertel wurde zur Machtdemonstration. BC Vienna gewann den Abschnitt mit 28:9 und stellte innerhalb weniger Minuten klar, in welche Richtung dieses Spiel gehen würde.
Vienna dominierte beide Enden des Courts
Oberwart verlor offensiv komplett den Zugriff. Die Hausherren kamen insgesamt nur auf 33 Prozent aus dem Feld und trafen lediglich acht ihrer 33 Dreipunktewürfe. Vienna hingegen spielte wesentlich kontrollierter, traf 61 Prozent aller Würfe sowie starke 59,09 Prozent von der Dreierlinie und dominierte phasenweise beide Enden des Courts. Auffällig war vor allem die Breite im Wiener Roster. Gleich sechs Spieler scorten zweistellig, dazu kamen 36 Punkte von der Bank.
Rašid Mahalbašić führte Vienna mit 18 Punkten an und kontrollierte die Partie speziell offensiv immer wieder mit seiner Ruhe und Übersicht. Sammy Hunter brachte 15 Punkte bei starker Effizienz, Gregor Glas und Lovre Runjić kamen jeweils auf 13 Zähler. Auch Borislav Mladenov lieferte mit zwölf Punkten und vier Assists eine starke Partie ab.
Dazu kam wichtige Energie von der zweiten Einheit. Luka Ašćerić brachte in knapp über 20 Minuten neun Punkte und einen Plus-Minus-Wert von +32, Simas Jarumbauskas traf von außen, Darko Bajo arbeitete unter den Körben und Aron Stazić sammelte ebenfalls wertvolle Minuten. Vienna gewann das Reboundduell mit 42:27 und hielt Oberwart über weite Strecken bei nur einem Wurf pro Angriff.
Meister Oberwart ohne Antworten
Beim Titelverteidiger stemmte sich vor allem Ian Martinez Carrillo mit 19 Punkten gegen die Niederlage. Florian Köppel kam auf 14 Zähler, insgesamt fand Oberwart offensiv jedoch kaum Lösungen gegen die aggressive Wiener Defense.
Besonders problematisch für die Gunners war, dass Vienna nach Ballgewinnen und Stops immer wieder Tempo aufnehmen konnte. Die Wiener kontrollierten den Rhythmus fast durchgehend und ließen Oberwart nie in einen längeren Run kommen.
„Wir haben nach dem ersten Viertel defensiv deutlich besser gearbeitet und dadurch auch offensiv unseren Rhythmus gefunden. Die Serie ist aber noch lange nicht entschieden. Jetzt gilt der volle Fokus unserem Heimspiel am Sonntag“, betonte Head Coach Mike Coffin nach dem Auswärtssieg im Burgenland.
Break sichert Serienvorteil
